Bei herrlichem Wetter und angenehmen Temperaturen machte sich die Klasse 1b der Wilhelmschule  mit dem Waldpädagogen Philipp May auf den Weg, um den Lebensraum Wald forschend zu erkunden.

Am Meisternhang fand sich ein schattiger Platz, der sich für intensive Begegnungen mit der Natur  anbot.

Zunächst war beim Bau eines Waldsofas Geschick und Körperkraft der Kinder gefragt. Herumliegende Äste, Baumstümpfe und –stämme wurden herbeigeschafft und so aufeinander geschichtet, dass sich die Gruppe in einer großen Runde bequem niederlassen konnte.  Am Waldmikrofon stellten sich alle mit ihrem Vornamen und einem ausgesuchten Waldtier vor.

Nach dem verdienten Pausenvesper und dem gemeinsam gesungenen Lied ‚Waldspaziergang‘ machten sich die Kinder mit ihrer Becherlupe und großem Eifer auf die Suche nach kleinen Waldtieren am Waldboden und an den Bäumen. Herr May wurde dabei als Experte immer wieder hinzugerufen. Es fanden sich unter anderem Hundert- und Tausendfüßler, Asseln in unterschiedlicher Größe (sie gab es schon in der Zeit der Dinosaurier), Regenwürmer, farbig schimmernde Laufkäfer, Ameisen, Jagdspinnen, Wespen und Fliegen. Reizvoll war es zu beobachten, wie und ob die kleinen Tiere sich auf engem Raum vertrugen. So musste ein Wurm vor dem Angriff der Jagdspinne gerettet werden.  Die Anzahl der Beine bei Tausendfüßler, Assel oder Spinne gab immer wieder Anlass zu Spekulationen.

Erstaunt konnten die Kinder feststellen, dass auf einem kleinen Stück  Waldboden eine große Anzahl von Baumkeimlingen heranwächst. Am häufigsten waren Ahornkeimlinge zu sehen, obwohl die Mehrzahl der Bäume in der Umgebung Buchen und Eichen waren.  Diese Bäume konnten viele Kinder aufgrund ihrer besonderen Blattform oder ihren Früchten  unterscheiden und benennen.  Den Kindern leuchtete ein, dass von den Keimlingen nur ganz wenige zum Baum heranwachsen.  Fürs Klassenzimmer wählten Kinder 3  Baumbabys  aus, um sie für einige Zeit zu pflegen und großzuziehen.

Vor dem Abschied aus dem Wald bauten die jungen Naturforscher aus der Naturparkschule für die Kleintiere im Wald noch kleine Höhlen und Zwergenhäuser auf weichem Moos.